MUSIK MEYER Group: Hochverfügbarkeit optimiert
Infrastruktur, Hochverfügbarkeit
Veröffentlicht von: digital business magazin, 06/2007, S. 48
Das Familienunternehmen MUSIK MEYER Group ist eine der führenden Adressen für den Exklusivvertrieb von Musikinstrumenten und Zubehör in Europa. Das Geschäftsmodell des über 50-jährigen Unternehmens ist der Aufbau von eigenen Marken und die Vermarktung von Premium-Produkten weltweit führender Hersteller. Der Absatz erfolgt über spezialisierte und unabhängige Vertriebsbüros.
Die MUSIK MEYER Group beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter, davon 30 Mitarbeiter im Außendienst, verteilt in verschiedenen europäischen Niederlassungen. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Marburg, einer historischen Universitätsstadt im Herzen Deutschlands. Im Zentrallager mit über 10.000 qm klimatisierten Räumlichkeiten werden im Durchschnitt 600.000 Artikel gelagert.
Die Philosophie der MUSIK MEYER Group ist von Beständigkeit und Zuverlässigkeit geprägt. Die schnelle Anpassung an neue Anforderungen des Marktes hat bei MUSIK MEYER Group von jeher Tradition. Das Unternehmen ist stets in Bewegung, um innovative und vorausschauende Konstellationen zu schaffen, die nachhaltig für den Erfolg der Handelspartner und die gesunde Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sorgen.
Die Pre IT-Landschaft und Ziele bei MUSIK MEYER Group
Entsprechend der Philosophie hatte die Geschäftsleitung der MUSIK MEYER Group das Ziel, die Hochverfügbarkeit und das Backup für die Zukunft zu optimieren. Die Ausgangssituation war eine inhomogene Serverlandschaft mit unterschiedlichen Produktions- und Fileservern, Entwicklungsservern bis zu Backupservern, die zum Teil räumlich getrennt waren. Die Offlinezeiten der Server wurden in der Vergangenheit bestimmt durch die täglich notwendigen Sicherungen von bis zu 4 Stunden. Das IT-Management hatte sich zum Ziel gesetzt die Ausfallzeiten im Katastrophenfall – vom Hochfahren der Backupmaschine, Einspeichern des letzten Backups bis zum Prüfen der Rechte – deutlich zu verbessern. Vorgabe war, die Ausfallzeiten auf maximal 2 Stunden zu begrenzen. Dabei musste sichergestellt sein, dass in diesem Fall kein Datenverlust von geschäftskritischen Anwendungen möglich ist.
Mit dem Blick auf die Vorgaben und Anforderungen von Basel II war es das übergeordnete Ziel der Geschäftsführung von MUSIK MEYER Group, eine IT-Infrastruktur zu schaffen, die der Verantwortung gegenüber den Kunden, Lieferanten, und auch dem eigenen Unternehmen mit seinen Mitarbeitern genüge tat und letztlich das Ranking bei Banken und Versicherungen deutlich verbesserte.
Die Lösung
DREGER IT stellte MUSIK MEYER Group verschiedene Lösungsansätze vor, aus denen dann eine maßgeschneiderte Lösung erarbeitet wurde, die die Bedürfnisse und Anforderungen von MUSIK MEYER Group optimal befriedigte. Der Schwerpunkt lag hierbei sowohl auf der Hochverfügbarkeit der System i sowie der Linux-Systeme, als auch bei der Umsetzung des sicheren Backups aller unternehmensrelevanten Daten.
Das Projekt
Als Plattform für die Hochverfügbarkeit der System i Anwendung (ERP-System) dient das Cross-Site Mirroring der IBM. In diesem Fall wurde eine neue System i in einem weiteren Serverraum installiert mit der Aufgabe, die Spiegelung zu übernehmen.
Aufgrund der hohen Flexibilität, nicht zuletzt im Hinblick auf einen späteren Ausbau, wurde ein BladeCenter-Konzept umgesetzt. Es wurden die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit des BladeCenters mit den VMware ESX-Servern kombiniert. Das Merkmal dieser Lösung ist eine hohe Ausfallsicherheit, da alle Daten redundant an zwei Standorten vorgehalten werden. Ein ESX-Replikator ist für die wechselseitige Spiegelung der Daten zuständig, so dass die Infrastruktur optimal genutzt wird. Als Datenspeicher wurden zwei SAN-Storages verwendet.
Die Sicherung der Daten erfolgt in Echtzeit parallel zum Produktivbetrieb mit Tivoli Storage Manager (TSM). Die Bandsicherung des TSM Servers erfolgt dabei unabhängig vom laufenden Betrieb über eine Tape Library.
Der Nutzen
Durch die Installation des BladeCenters und der kundenorientierten Umsetzung der Anforderungen von MUSIK MEYER Group konnten die Ausfallzeiten drastisch reduziert werden. Ein weiterer Effekt ist, dass die übrigen Server 24/7 online sind, da die Sicherung der Daten in Echtzeit parallel zum Produktivbetrieb mit TSM erfolgt. Zusätzlich werden die Domino Server alle 2 Stunden gesichert, um im K-Fall einen möglichst geringen Datenverlust zu haben.
IBM hat bei der Entwicklung der BladeCenter Systeme auf die Bedienfreundlichkeit besonders großen Wert gelegt, um die Systemverwaltung zu vereinfachen und die Effektivität zu steigern. Daher können die IT-Mitarbeiter für andere, wichtigere Aufgaben eingesetzt werden. Die IBM Director Software unterstützt seit neuestem auch offene Industriestandards und Linux. Auf diese Weise werden die BladeCenter Systeme effektiv verwaltet – und zwar unabhängig davon, mit welchem Betriebssystem die jeweilige Blade arbeitet.
Mit dieser intelligenten Lösung haben sich auch die Verfügbarkeiten im System deutlich erhöht. Durch den XSM-Cluster gibt es nun keinen Datenverlust mehr und die Backup-Maschine ist binnen 30 Minuten produktiv verfügbar, sodass bereits nach maximal einer Stunde ein Produktiv-Betrieb ohne Datenverlust wieder hergestellt werden kann.
Was sagt der Kunde zu dem Projekt?
"Im Hinblick auf die geschäftliche Entwicklung, die Verantwortung gegenüber unseren Kunden und Lieferanten, die Anforderungen für Basel II und die Ansprüche der Versicherungen haben wir uns entschlossen, unsere IT-Infrastruktur entsprechend zu erweitern und performanter zu gestalten. Wir haben uns nach zahlreichen Prüfungen der Anbieter mit ihren jeweiligen Lösungskonzepten für die Firma DREGER Information Technology aus Frankfurt entschieden. In deren Analyse unserer Infrastruktur wurde sichergestellt, dass eventuell auftretende Ausfallzeiten auf ein Minimum reduziert werden. Weiterhin wurde großen Wert auf eine hohe Verfügbarkeit der einzelnen Systeme gelegt, der administrative Aufwand im K-Fall wird erheblich vermindert und Daten von geschäftskritischen Anwendungen werden konsistent und sicher archiviert", erklärt Herr Marco Koch, DV-Administrator bei der MUSIK MEYER Group.
Weitere Informationen unter www.musik-meyer.com
zurück
