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Telefon-Service für die Arbeitslosen eingerichtet

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Weg zur Agentur entfällt / Neues Angebot auch für Unternehmen
Veröffentlicht von: Offenbach-Post, 06/2007

München/Frankfurt (AP/tbb) - Arbeitssuchende können künftig den Erstkontakt mit ihrer zuständigen Arbeitsagentur bei einer bundesweit einheitlichen Telefonnummer aufnehmen. Wie die Bundesagentur für Arbeitgestern mitteilte, sind die „Service-Center" seit dem 1. Mai unter 01801/555111 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr zum Ortstarif erreichbar. „Der Kunde bekommt bei diesem ersten Telefonat einen Termin beim Arbeitsvermittler und holt in dem gespräch die persönliche Meldung nach", erklärte die Nürnberger Arbeitsbehörde. Damit entfalle für die Jobsuchenden ein Weg in die örtliche Agentur. Die Rufnummer gelte aber nur für Betroffene, die sich Arbeit suchend melden oder Arbeitslosengeld I beziehen. Wer Hartz IV bekommt oder beantragen will, müsse sich weiterhin an die örtliche Arbeitsgemeinschaft oder das Jobcenter wenden.

Auch für Arbeitgeber bietet die Bundesagentur für Arbeit einen neuen Telefonservice. Unter 01801/664466 können Unternehmer, die bisher noch nicht in Kontakt mir dem Arbeitsamt standen, sich melden, wenn sie freie Stellen zu vergeben haben. „Ein Server lokalisiert dabei, von wo aus angerufen wird und leitet den Anrufer automatisch an die für den jeweiligen ort zuständige Agentur weiter", erklärte Wilfgang Forell, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, in Frankfurt. Dort werde ihm ein Betreuer zugewiesen, der nicht nur die Stellen aufnehmen, sondern sich auch näher mit dem Unternehmen beschäftigen solle. „Es reicht nicht mehr, nur ausreichend qualifizierte Bewerber zu finden, sie müssen auch zu dem unternehmen passen, an das wir sie vermitteln wollen", so Forell. Das bestätigte Jens Dreger, Geschäftsführer der Firma DREGER Information Technology. „Das Matching muss definitiv verbessert werden, so dass Bewerber, die vielleicht für die Stelle geeignet wären, jedoch nicht vollends qualifiziert sind, nicht von vorneherein vom System ausgeschlossen werden". Ihm sei es lieber, die richtige Person zu finden und diese mit Qualifizierungsmaßnahmen weiterzubilden, als vollends qualifizierte Bewerber zu bekommen, die jedoch nicht oder nur bedingt zum Unternehmen passen würden.

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